"In der Behindertenhilfe bin ich angekommen - menschlich und beruflich."

Wenn Sandra Bergau (37) über ihren Berufsweg spricht, klingt nichts daran geplant oder karriereorientiert. Vielmehr zieht sich ein Motiv durch ihre Geschichte: Sie bleibt dort, wo sie sich für Menschen mit Behinderungen engagieren, sich weiterentwickeln und etwas bewegen kann.

Ihre ersten Schritte in die Behindertenhilfe machte sie zwischen 2005 und 2007 – während ihres Fachabiturs. Ein einjähriges Praktikum in einem heilpädagogischen Kindergarten wird zur Initialzündung. „Die Arbeit dort hat mir sehr viel Freude bereitet“, erinnert sich die gebürtige Dortmunderin. So viel Freude, dass sie nach dem Abschluss nicht lange überlegte. Sie entschied sich für ein Freiwilliges Soziales Jahr – und landete 2007 im Haus St. Josef in Düsseldorf in der Dominogruppe. „Was soll ich sagen? Nach meinem FSJ bin ich direkt dort geblieben.“

18 JAHRE LOYALITÄT - UND KEINE SPUR VON STILLSTAND

Sandra Bergau gehört zu den Menschen, die sich stetig weiterentwickeln – und somit die Möglichkeiten nutzen, die die Eingliederungshilfe bietet: Qualifizierung, Verantwortung, fachliche Tiefe. Schon früh entdeckt sie ihre Stärke in der Begleitung junger Menschen. Da die Dominogruppe jedes Jahr FSJ- und BFD-Plätze vergibt, wird sie bald zur verlässlichen Praxisanleiterin. Um diese Rolle gut auszufüllen, absolviert sie Fortbildungen – unter anderem zur „Praxisanleitung für FSJ/BFD mit Migrationshintergrund“. 2023 folgt der nächste Schritt: Sie wird Präventionsbeauftragte des Hauses St. Josef. Sie ist Bindeglied zwischen Bewohnenden, Team, Einrichtung und Träger – eine Aufgabe, die Klarheit, Ruhe und Integrität verlangt.

VOM FSJ ZUR FACHKRAFT - EIN WEG MIT MUT UND RÜCKHALT

2024 entscheidet sich Sandra Bergau, die Externenprüfung zur Heilerziehungspflegerin (HEP) abzulegen – ein anspruchsvoller Schritt neben dem Berufsalltag. Dass sie das geschafft hat, führt sie nicht nur auf ihren eigenen Einsatz, sondern auch auf den Rückhalt ihres Teams zurück: „Während meiner Ausbildung wurde ich von meinen Kolleginnen und Kollegen bestmöglich unterstützt – dafür bin ich wirklich sehr dankbar.“ Seit letztem August begleitet sie als Praxisanleiterin die neue HEP-Auszubildende der Dominogruppe, dieses Jahr wird sie eine Ausbildung zur Deeskalationstrainerin beginnen, um ihre Kolleginnen und Kollegen zukünftig in diesem Bereich zu schulen.

RESPEKT, EMPATHIE UND SICHERHEIT

„Die Arbeit mit unseren Bewohnenden hat mir vom ersten Tag an Spaß gemacht. Kein Tag ist wie der andere.“ Im Zentrum ihrer Arbeit steht die Haltung, mit der sie den Menschen im Haus St. Josef begegnet. „Mir ist wichtig, dass wir nie vergessen: Wir betreten jeden Tag das Zuhause unserer Bewohnenden – und genau deshalb brauchen sie von uns Respekt, Empathie und Sicherheit.“ Auch das Team spielt für sie eine große Rolle. In 18 Jahren hat sich viel verändert, doch etwas ist geblieben: „Ich schätze sehr, dass wir uns aufeinander verlassen können und einander unterstützen – selbst in einem so großen Haus wie unserem.“ Auf die Frage nach ihrem Blick in die Zukunft antwortet sie: „Ich wünsche mir, dass Inklusion künftig noch konsequenter gelebt wird und Menschen mit Behinderungen selbstverständlich an allen gesellschaftlichen Bereichen teilhaben können.“

Sandra Bergau hat ihren beruflichen Weg gefunden und wird ihn weiter gehen – getragen von einer klaren Haltung, vielfältigen Entwicklungsmöglichkeiten und einem starken Team.

 

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